Welche Intel-Prozessoren verfügen über Hyper-Threading?

Im Jahr 2002 führte Intel die "Hyper-Threading"-Technologie in seiner Xeon-Prozessorfamilie ein. Moderne Betriebssysteme wie Microsoft Windows und Mac OS X ermöglichen jedem Programm mehrere Threads oder separate Prozesse. Hyper-Threading ermöglicht es dem gleichen Kern in einem Multicore-Prozessor, zwei Threads statt eines auszuführen. Wenn ein Kern inaktiv wird, setzt Hyper-Threading ihn wieder in einen anderen Thread ein, wodurch die Gesamtverarbeitungsgeschwindigkeit des Computers verbessert wird.

Xeon

High-End-Workstations und Server für Business und Telekommunikation verwenden die Xeon-Prozessorlinie. Die 1998 eingeführten Xeon-Chips begannen als Hochleistungsversionen der Pentium-Familie, nutzten zunächst bis zu 512 KB L2-Cache, um die Verarbeitung großer Datenmengen zu beschleunigen, und erhielten dann mehrere Kerne. Xeon-Prozessoren erhielten 2002 die Hyper-Threading-Technologie. Intel führt die Xeon-Familie ab August 2012 durch aktualisierte Prozessordesigns fort.

Pentium 4

Der Pentium 4 war das letzte und einzige Mitglied der Intel Pentium-Familie mit Hyper-Threading. Intel hat die Pentium-Serie für Desktop-PCs für Heim- und Bürobenutzer entwickelt. Im Gegensatz zur Xeon- und I-Serie hatten Pentium-Chips einen einzigen Kern. Hyper-Threading ermöglicht es dem Pentium 4, zwischen zwei Prozess-Threads zu wechseln, wodurch er mehr Arbeit in der gleichen Zeit erledigen kann. Intel bot den Pentium-D-Dual-Core-Chip etwa zeitgleich mit dem Pentium 4 an, allerdings ohne Hyper-Threading.

Atom

Der Intel Atom ist ein Prozessor, der für Netbooks und andere mobile Geräte entwickelt wurde. Es verfügt über ein stromsparendes Design, das die Akkulaufzeit optimiert, ein entscheidender Faktor für tragbare Computer. Atom-Prozessoren gibt es in verschiedenen Konfigurationen: Single- und Dual-Core- sowie 32- und 64-Bit-Designs mit Taktraten von 600 MHz bis 2,13 GHz; viele dieser Varianten haben Hyper-Threading.

Core i3, i5 und i7

Die Core i3-, i5- und i7-Modelle, die erstmals 2008 vorgestellt wurden, bilden die aktuelle Desktop-PC-Prozessorlinie von Intel. Sie decken ein breites Spektrum an Taktraten ab, von 1,2 GHz beim i3 Mobile bis 3,6 GHz bei den schnellsten i7-Prozessoren. Alle Prozessoren der Serie sind 64-Bit-Designs und haben jeweils mindestens zwei Kerne; Abgesehen von den Quad-Core-i5-Modellen profitieren sie alle von der Hyper-Threading-Technologie.