Was ist ein CPU-Objektiv?

Nikon begann mit der Herstellung von CPU-Objektiven, als sie 1986 Autofokus-Objektive auf den Markt brachten. Obwohl sich der Begriff "CPU" normalerweise auf eine Zentraleinheit bezieht, wird der Begriff hier missbraucht, da den Objektiven ein echtes elektronisches Gehirn fehlt. Was CPU-Objektive bieten, ist ein Chip, der grundlegende Informationen über das Objektiv zurück an die Kamera überträgt, damit die Kamera erweiterte Messfunktionen nutzen kann.

CPU-ausgestattete Autofokus-Objektive

Nikon führte die CPU-Funktion 1986 mit seinen ersten Autofokus-Objektiven ein. Damit der Chip des Objektivs mit der Kamera kommunizieren kann, verfügen sie über mindestens vier federbelastete Metallanschlüsse an der Objektivfassung, die mit den Sensoren in der Objektivfassung der Kamera übereinstimmen. Einige Autofokus-CPU-Objektive haben bis zu 10 CPU-Anschlüsse.

CPU-ausgestattete Objektive mit manuellem Fokus

Die ersten Objektive mit manueller Fokussierung, die einen CPU-Chip enthielten, waren die AI-P-Serien, die Nikon erstmals im Jahr 1988 verkaufte. Sie haben den gleichen Blendenindexierungsstift wie alle anderen Nikon-Objektive mit manuellem Fokus, die seit 1979 hergestellt wurden, aber zusätzlich den CPU-Chip. Diese Objektive mit CPU-Handfokus ermöglichten es Nikon, fortschrittliche elektronische Messung mit Objektiven anzubieten, die noch nicht für die Umstellung auf die Autofokus-Technologie bereit waren.

Verbesserungen der Nikon-CPU-Technologie

Die ursprünglichen CPU-Objektive übermittelten nur grundlegende Objektivdaten wie Brennweite und Blendeneinstellung an die Kamera. 1992 führte Nikon D-Objektive ein. Diese Objektive fügten zusätzliche CPU-Anschlüsse hinzu, sodass sie auch Daten über die Entfernung, auf die sie fokussiert wurden, oder die Brennweite, auf die sie gezoomt wurden, an die Kamera übertragen konnten. Einige Nikon-Kameras nutzten diese Daten, um Blitzbilder besser zu belichten.

Vor-CPU-Nikon-Objektive

Nikon stellte 27 Jahre lang F-Mount-Objektive her, bevor das mit CPU ausgestattete Autofokus-Objektiv eingeführt wurde. F-Mount-Objektive, die zwischen 1979 und 1986 oder 1988 für Objektive mit manuellem Fokus hergestellt wurden, hatten keine CPU-Chips. Obwohl sie mit vielen modernen Nikon-Kameras funktionieren, kann die Kamera keine erweiterte Messung verwenden oder Objektivinformationen in die mit der Bilddatei gespeicherten Metadaten einfügen. F-Mount-Objektiven, die zwischen 1959 und 1979 hergestellt wurden, haben nicht nur CPU-Chips, sondern auch keinen physischen Blendenindex. Sie können viele moderne Nikon-Spiegelreflexkameras beschädigen.